Gewerbe und Industrie
Eigenverbrauch über Standortgrenzen hinweg, bilanziell statt über die Leitung.
Die Anlage steht auf der Halle im Gewerbegebiet, der Verbrauch verteilt sich auf Werk, Verwaltung und drei Filialen, quer durch die Republik. Physikalisch lässt sich das nicht verbinden, bilanziell schon. Deutschland ist eine Marktzone; wir führen Erzeugung und Verbrauch aller Standorte zusammen und rechnen viertelstundengenau ab.
Das Problem, an dem die meisten hängenbleiben
Eine Direktleitung zwischen zwei Standorten ist selten genehmigungsfähig und fast nie wirtschaftlich. Der übliche Ausweg, Volleinspeisung hier und Vollbezug dort, verschenkt genau die Differenz, um die es geht. Und sobald mehrere Zählpunkte und mehrere Gesellschaften im Spiel sind, reicht kein Standardlastprofil mehr aus, um sauber zuzuordnen.
Unser Ansatz setzt eine Ebene höher an. Wir beliefern die Verbrauchsstellen als Energielieferant und führen die eigene Erzeugung im selben Bilanzkreis. In jeder Viertelstunde wird der erzeugte Strom nach einem vereinbarten Schlüssel den Abnahmestellen zugeordnet. Was fehlt, kaufen wir zu. Was übrig bleibt, vermarkten wir.
Wie es funktioniert
Vier Dinge, auf die es ankommt.
Zuordnung nach Ihrem Schlüssel
Vorrang für den energieintensiven Standort, feste Quoten je Gesellschaft oder Verteilung nach tatsächlicher Last, konfigurierbar und nachvollziehbar dokumentiert.
Lasten verschieben, wo es möglich ist
Kälte, Wärme, Ladeinfrastruktur und Speicher werden als steuerbare Last gefahren und in die Stunden mit eigener Erzeugung oder niedrigen Preisen gelegt.
Messstellenbetrieb bleibt, wo er ist
Wir arbeiten mit den Werten des vorhandenen Messstellenbetreibers. Kein Zählertausch, kein zweiter Zählerschrank.
Konzernstrukturen sauber abgebildet
Mehrere Gesellschaften, mehrere Kostenstellen, eine Erzeugungsanlage: Die Abrechnung folgt der Gesellschaftsstruktur, nicht der Leitung.
Ablauf
Von der Anfrage bis zum Regelbetrieb.
Standorte und Zählpunkte erfassen
Welche Anlage, welche Abnahmestellen, welche Gesellschaften, welche Lastprofile.
Zuordnung modellieren
Wir legen den Schlüssel über die echten Lastgänge und zeigen, wie viel Erzeugung tatsächlich am Standort ankommt.
Belieferung übernehmen
Lieferantenwechsel für die Abnahmestellen, Anmeldung der Erzeugung, Fahrpläne.
Optimieren
Steuerbare Lasten und Speicher werden auf Erzeugung und Preis gefahren, die Abrechnung läuft automatisch mit.
Häufige Fragen
Was uns am häufigsten gefragt wird.
Brauche ich eine Direktleitung zwischen den Standorten?
Nein. Die Zusammenführung ist bilanziell. Physikalisch bleibt jeder Standort am öffentlichen Netz, mit allen üblichen Entgelten und Umlagen.
Müssen alle Standorte demselben Unternehmen gehören?
Nein. Mehrere Gesellschaften sind möglich; die Zuordnung und die Abrechnung folgen der Struktur, die Sie vorgeben. Steuerliche und gesellschaftsrechtliche Fragen klären Sie mit Ihren Beratern. Wir liefern die Daten, die dafür gebraucht werden.
Wie weit dürfen die Standorte auseinanderliegen?
Bundesweit. Deutschland ist eine einzige Marktzone, und wir führen Bilanzkreise in allen vier Regelzonen: 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW. Erzeugung in Bayern und Verbrauch in Sachsen-Anhalt lassen sich damit genauso zusammenführen wie zwei Standorte in derselben Stadt. Anders als bei § 42c EnWG sind Sie weder auf ein Bilanzierungsgebiet noch auf eine Regelzone beschränkt.
Was passiert mit dem Reststrom?
Den liefern wir. Sie haben einen Lieferanten für alles: eigenen Strom, zugekauften Strom und die Abrechnung darüber.
Rechnen wir Ihren Fall durch.
Nennen Sie uns Ihre Standorte und Lastgänge. Wir zeigen, wie viel eigener Strom tatsächlich ankommt.