Direktvermarktung
Der volle Börsenpreis. Ohne die Stunden, in denen er negativ ist.
In der sonstigen Direktvermarktung bekommen Sie den Börsenpreis auch dann, wenn er negativ ist. Dann zahlen Sie dafür, dass Sie einspeisen. Genau dort setzen wir an: Die Minuspreise stehen am Vortag fest, also regeln wir in diesen Viertelstunden ab. In jeder Stunde mit positivem Preis läuft die Anlage.
Warum die Abrechnung schlechter aussieht als der Markt
Zwei Effekte drücken das Ergebnis, und beide haben nichts mit der Anlage zu tun. Der erste: Negativpreise liegen fast immer im Mittagsfenster sonnenreicher Tage, also genau dann, wenn Photovoltaik am meisten erzeugt. Wer ungesteuert einspeist, produziert einen erheblichen Teil der Jahresmenge in Stunden, in denen sie nichts wert ist oder Geld kostet.
Der zweite: Viele Verträge rechnen gegen den Monatsmarktwert Solar ab. Das ist der Durchschnitt aller deutschen Solaranlagen, einschließlich der Minusstunden ungesteuerter Anlagen. Ihre Anlage wird damit für ein Verhalten mitbestraft, das sie selbst gar nicht zeigt.
Wir rechnen stattdessen mit dem viertelstündlichen Day-Ahead-Preis Ihrer eigenen Anlage ab und schneiden die Negativstunden heraus. Dafür braucht es keinen Speicher und keinen Umbau. Der Mehrertrag entsteht aus der Vermarktung, nicht aus einer Investition.
Wie es funktioniert
Vier Dinge, auf die es ankommt.
100 Prozent Börsenpreis, eins zu eins
Sie erhalten den viertelstündlichen Day-Ahead-Preis Ihrer eigenen Anlage, nicht den Monatsmarktwert und keinen Durchschnitt über den deutschen Anlagenpark.
Abregelung genau in den Minusstunden
Die negativen Preise stehen am Vortag fest. In diesen Viertelstunden schalten wir ab, bei jedem positiven Preis läuft die Anlage. Regeln wir versehentlich bei positivem Preis ab, schreiben wir den entgangenen Erlös gut.
Steuerbox und Anbindung inklusive
Gerät, Installation vor Ort und Datenverbindung sind im Grundpreis enthalten. Die Anlage selbst wird nicht umgebaut, der Netzanschluss bleibt, und der Messstellenbetrieb bleibt bei Ihrem bisherigen Betreiber.
Ausgleichsenergie ist eingepreist
Das Prognoserisiko tragen wir, nicht Sie. Es gibt keine Erfolgsbeteiligung, keine Einmalzahlung und keine dritte Position auf der Rechnung.
Ablauf
Von der Anfrage bis zum Regelbetrieb.
Anlagendaten prüfen
Standort, Leistung, Förderstatus, Messkonzept und Steuerungstechnik. Passt etwas nicht, sagen wir das sofort statt Sie durch einen Prozess zu schicken.
Über echte Daten rechnen
Wir legen die Viertelstundenpreise des vergangenen Jahres über Ihr Erzeugungsprofil und zeigen, was das Modell gebracht hätte. Vor Vertragsschluss, nicht danach.
Anmeldung und Wechsel
Anmeldung der Direktvermarktung, Marktkommunikation mit Netz- und Messstellenbetreiber, Einbau der Steuerbox, Fahrplananmeldung. Für Redispatch 2.0 ab 100 kW übernehmen wir die Rolle des Einsatzverantwortlichen.
Betrieb und Abrechnung
Tägliche Fahrpläne, monatliche Abrechnung, laufende Auswertung. Der Monatspreis steht fest, unabhängig davon, was die Börse macht.
Häufige Fragen
Was uns am häufigsten gefragt wird.
Brauche ich einen Speicher?
Nein. Das Modell ist ausdrücklich für Anlagen ohne Speicher gebaut. Der Mehrertrag kommt daraus, dass die Anlage in den Minusstunden nicht einspeist und für alle übrigen Viertelstunden der volle Börsenpreis vergütet wird. Wenn Sie einen Speicher haben oder planen, ist das kein Hindernis. Dann rechnen wir zusätzlich, was er im Fahrplan bringt.
Was passiert bei negativen Börsenpreisen?
Wir regeln ab. Die Day-Ahead-Preise stehen am Vortag fest, die Abschaltung ist also planbar und kein Ratespiel. Bei jedem positiven Preis läuft die Anlage weiter.
Was ist der Unterschied zum Monatsmarktwert?
Der Monatsmarktwert Solar ist ein Durchschnitt über alle deutschen Solaranlagen, gebildet einschließlich der Stunden mit negativen Preisen. Wir rechnen mit dem tatsächlichen Viertelstundenpreis Ihrer Anlage ab. Für eine Anlage, die in den Minusstunden abgeregelt wird, ist das ein spürbarer Unterschied.
Gilt das auch für Windanlagen?
Vollertrag ist auf Photovoltaik zugeschnitten. Windparks und gemischte Portfolios rechnen wir im Einzelfall über unsere Bilanzkreisführung. Sprechen Sie uns an, dann sagen wir Ihnen, ob es sich trägt.
Muss ich den Messstellenbetreiber wechseln?
Nein. Der Messstellenbetrieb bleibt, wo er ist, und Sie zahlen ihn weiterhin direkt dort. Wir arbeiten mit den offiziellen Werten, die uns über die Marktkommunikation zugehen.
Kann ich Direktvermarktung und Eigenverbrauch kombinieren?
Ja. Der Teil der Erzeugung, der an eigene oder fremde Abnahmestellen geht, wird bilanziell zugeordnet, der Rest vermarktet. Beides läuft im selben Bilanzkreis. Dafür ist unsere Plattform gebaut.
Rechnen wir Ihren Fall durch.
Schicken Sie uns Standort, Leistung und Förderstatus. Wir rechnen die Vermarktung über echte Preisdaten des vergangenen Jahres nach.